Wie viele aktive Abonnements hast du? Die meisten schätzen 5 bis 8. Die Realität liegt oft bei 12 bis 16. Ich habe vier Wochen lang Tools getestet, die automatisch alle wiederkehrenden Zahlungen identifizieren.
Neue Möglichkeiten durch Banking-APIs
Seit der PSD2-Richtlinie können Apps mit Berechtigung auf Kontodaten zugreifen. Das ermöglicht automatische Analyse aller Transaktionen. Drei Tools im Test: Outbank, Finanzguru, Bobby.
Setup dauerte jeweils unter 10 Minuten. Banking-Zugang verbinden, Kategorien bestätigen, fertig. Dann der erste Schock: Outbank fand bei meinem Testkonto 14 wiederkehrende Zahlungen. Erwartet hatte ich 7.
Was wurde konkret gefunden?
Zwei Streaming-Dienste, die seit 8 Monaten nicht genutzt wurden. Ein Fitness-App-Abo für 6,99€ monatlich seit 2021. Domain-Hosting für ein Projekt, das 2022 eingestellt wurde. Ein Newsletter-Service für 12€ pro Monat, den ich komplett vergessen hatte.
Interessant: Alle drei Apps fanden unterschiedliche Abos. Outbank erkannte 14, Finanzguru 11, Bobby nur 9. Grund sind verschiedene Algorithmen zur Mustererkennung. Manche erkennen jährliche Zahlungen besser, andere monatliche Kleinstbeträge.
Messbares Ergebnis
Nach dem 4-Wochen-Test: 6 Abos gekündigt, monatliche Ersparnis 67,94€. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das 815€. Die Tools kosten zwischen 0€ (Finanzguru, werbefinanziert) und 2,99€ monatlich (Bobby).
Entscheidend war die automatische Erkennung. Manuell hätte ich die Kontoauszüge durchgehen müssen. Das hätte Stunden gedauert und ich hätte vermutlich 3 der 6 Abos übersehen. Die Technologie macht hier einen praktischen Unterschied.